Samstag, März 29, 2003

Tag 26: Freitag, 28.03.2003

Erstmal saemtliche Fotos von Kyoto auseinander genommen und in den Posts nachgetragen...
Dann machten wir uns auf, um noch nach ein paar Souvenirs zu jagen. Staendig viel zu viel Input, so dass man sich gar nicht entscheiden kann, machte das ganze nicht unbedingt einfacher, schliesslich waren wir ne Woche im ruhigen Kyoto.
Um 16 Uhr trafen wir dann Susanne, Deniz und Johann in Shinjuku und gingen erstmal Kaffee trinken. Deniz war jetzt ein Jahr hier und fliegt auch am Montag nach Hause. Nina und ich machten dann weiter mit den Souvenirs und liefen noch nen 100-Yen Shop an. Wie am ersten Abend gingen wir nochmal zu Tenya und assen Tempura, super lecker und mal ne Portion die wirklich satt machte.
Abends war nochmal ne Wohnheimparty angesagt. Urspruenglich als Kindergartenparty angeschlagen, die Uhrzeit war von 18 bis 22 Uhr angegeben (ich glaube bei uns wuerde sich keiner trauen sowas aufzuhaengen), lief die Party doch etwas laenger und es gab sogar Bier. Die Leute waren mal wieder alle ziemlich lustig drauf und der Franzose (hab schon wieder seinen Namen vergessen) und ich gingen zusammen auf Captain America los. War auf jeden Fall nett die Leute nochmal zu sehen...

Freitag, März 28, 2003

Tag 25: Donnerstag, 27.03.2003

Der Wecker klingelte heute eindeutig zu frueh, Nina war sogar mal vor mir im Bad. Nach der Dusche gings auch schon direkt los, wir wollten ja schliesslich mit Bummelzuegen zurueck bis nach Tokyo. So fuhren wir zum Kyotoer Bahnhof und von dort aus mit der ersten Bimmelbahn (hier bimmelt es ja wirklich an allen Ecken und Enden naja vielleicht nennt man es besser jingelt) nach Maibara von dort aus ueber Nagoya bis nach Toyohashi, weiter nach Hamamatsu, ueber Shizuoka nach Mishima am Fuji vorbei und von dort aus durch bis Shimbashi. Insgesamt waren wir etwas mehr als 8 Stunden unterwegs.
Unterwegs gabs viel zu sehen, mal wieder sowohl in als auch ausserhalb der Bahn. Und man will es kaum glauben, die ersten Kirschbaeume haben geblueht. Ich verstehe zwar nicht ganz, warum wir in Kyoto dann noch kein Glueck hatten, da die dort eigentlich 2 Tage frueher bluehen als in Tokyo, aber um den Fuji herum sind mir die ersten aufgefallen. Jetzt hoffe ich natuerlich hier in den Koens noch ein paar Sakura-Baeume zu sehen.
In Shimbashi haben wir noch schnell gegessen und sind, nachdem wir ganz doll an die beiden Geburtstagkinder, Daniel und unser Dad, gedacht hatten, bei der dritten Tagesthemen-Sendung (wir hatten schliesslich ne Woche aufzuholen) eingepennt.
Tag 24: Mittwoch, 26.03.2003

Den letzten Tag in Kyoto verbrachten wir damit die letzten wichtigen Tempel zu sehen. Also fuhren wir als erstes zum Ginkakuji, dem "Silbernen Tempel", der zwar eine schoene Gartenanlage hat, dennoch durch zu viele Touristen nicht mehr allzu toll war (trotz vormittags am Werktag). Hier mal ein Bild der Fotografin.
Von dort aus fuhren wir zum Kiyomizu-dera. Der Aufstieg dauerte etwas laenger und man lief durch Gassen voller Souvenirlaeden, inklusive der dazugehoerigen Touristen. Als erstes kamen wir an einen grossen Schrein, vor dem einige Maikos (Geisha-Schuelerinnen) posierten, dahinter lag direkt der Tempel, recht hoch auf einem Holzgeruest in den Berg gebaut. Dort gab es auch den bislang groessten Friedhof.
Am Nachmittag trafen wir Suse in der Stadt und raekelten uns ne Weile am Fluss in der Sonne. Die Maedels entschieden sich fuer "Herr der Ringe 2" und ich machte mich auf zum Onsen. Mit dem Fahrrad von Mario dort angekommen, machte ich mich richtig locker in Sauna, Massagebad, Teebad, draussen und drinnen und lernte ein paar Jungs, zuerst ein Ami, der hier Sato (jap. Teezeremonie) und Zen-Meditation studiert, danach 3 Englaender, wovon der eine auf Hokkaido Englischunterricht gibt, die anderen ihn besuchten und Thomas aus Frankfurt (Der Ami hatte ihn im Arm und meinte zu mir: "Hey look there is anotherone"). Wir hatten ziemlich viel Spass, der Ami sprang ohne es zu wissen ins Elektroschock-Bad und war sichtlich geschockt, mir reichte es schon mal die Hand reinzuhalten.
Draussen lernte ich dann Thomas Freundin Anke kennen. Die beiden machten gerade auch ihre ersten Japanerlebnisse und man hatte viel zu quatschen. So fuhren wir zusammen in die Stadt, um Nina und Susanne zu treffen. Vorher musste ich die beiden aber unbedingt noch bei Matsuya einfuehren, da sie aus Kostengruenden die ganze Zeit nur von Onigiris aus den Kombinis gelebt hatten. Fuer 290 Yen bekommt man dort schliesslich die obligatorische Reisschale mit Rindfleisch und Zwiebeln, eine Schale Miso-Suppe, nen Becher Tee und ein Glas Wasser :) sattgeworden tranken wir noch ein paar Bier zusammen.
Auf dem Rueckweg verpassten Nina und ich unsere Bahn und mussten nach Hause laufen...

Tag 23: Dienstag, 25.03.2003

Heute ging es ueber Osaka und Kobe nach Himeji. Dort steht eine der schoensten Burgen Japans. Bei schoenem Wetter und leider immer noch keinen bluehenden Sakura machten wir uns an den Aufstieg.
Die Burg war sehr gut erhalten/restauriert, man konnte durch die Aussenmauern zum Kosmetik-Turm, in dem die Prinzessinnen gewohnt haben, allen Verteidigungsringen folgend bis ganz nach oben. Ganz schoen unheimlich, wenn man als Mr. Vertigo ueberall nur das Holz knacken hoert.
Direkt neben der Burg lagen 9 Gaerten, wovon der erste richtig schoen war. Beim letzten wurde es ziemlich stuermig und man sah eine fette Regenfront auf uns zukommen. Also ging es zurueck zum Bahnhof, den wir auch so grade mit den ersten Tropfen erreichten.
Auf dem Rueckweg bewunderten wir erstmal die groesste Haengebruecke der Welt Akashi Kaikyo (4km, ueber einen Kilometer laenger als die Golden Gate), bevor wir in Kobe ausstiegen, um noch was zu futtern. Kobe ist eigentlich eher uninteressant, wenn man Tokyo kennt (Osaka auch). Auf der Suche nach etwas essbarem kamen wir in den dortigen China-Town. Nachdem uns das schlechte Wetter wieder eingeholt hatte, fuhren wir wieder nach Hause. Dort war Entspannung angesagt, leider nicht so viel wie erhofft, da das Onsen Ruhetag hatte.

Dienstag, März 25, 2003

Tag 22: Montag, 24.03.2003

Weiter den Weg in die Vergangenheit folgend, fuhren wir heute nach Nara, erste Hauptstadt von Japans im 8. Jahrhundert und ebenso wie Kyoto Weltkulturerbe.
Nach 45 Minuten Bahnfahrt kamen wir mitten in Nara an und machten uns direkt auf in den Nara-Koen, einen grossen von 1200 Rehen bevoelkerten Park, der die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten enthaelt. Nach erster Bekanntschaft mit den Rehen liefen wir durch urigen Wald bis zum Kasuga Taisha Schrein und von dort aus weiter durch den Wald, dank schlechter Karten, Wegweiser mal wieder ein wenig ziellos, dennoch gluecklicher als am Vortag.
Nachdem der hoechste Punkt an diesem Tag mit dem Sangatsu-do und dem Nigatsu-do erklommen war, gings hinunter zur Daibutsu-den des Todai-ji Tempelkomplexes. Die Halle ist das groesste Holzgebaeude der Welt und dabei nur zwei Drittel vom Original, ebenso der Daibutsu.
Zwischen Massen von Schueler- und Schuelerinnen Ausflueglern, die Busse kamen getrennt an, kaempften wir uns zum Isui-en Garten durch, der etwas versteckt neben dem Tor des Todai-ji lag. Der japanische Garten war der erste, bei dem man sehen konnte wie die Umgebung, d.h. Berge, Tempel, mit in die Gestaltung des Garten eingearbeitet wurde. Man konnte so richtig schoen die Ruhe geniessen und dem Gaertner beim Buersten des Mooses zuschauen.
Auf dem Rueckweg sprangen wir noch am Kofuku-ji und seiner Pagode vorbei. Auf der Suche nach etwas zu essen, bzw. einem Cafe stolperten wir zufaellig ueber einen Falafelladen, was ich mir natuerlich nicht entgehen lassen konnte.
Im Bahnhof trafen wir Miriam, Japan ist wirklich klein, die grade auch von Kyoto nach Nara gekommen war, morgen aber wieder zurueck zu ihrer Tante faehrt.
In Kyoto haben wir noch eben Tickets fuer Himeji und den Heimweg nach Tokyo gekauft und mal wieder im Internetcafe vorbeigeschaut. Diesmal wollte der Typ sowohl mehr Geld als auch uns beide nicht mehr zusammen an den Rechner lassen, das fand ich gar nicht gut und zueckte die Karte vom Besitzer des Cafes in Tokyo, mit dem ich mich 1,5 Stunden unterhalten hatte waehrend Daniel Mails geschrieben hat. Erst fing der Typ an Zeit zu schinden und als er ihn dann an der Strippe hatte hiess es leider nur Franchise und no chance :(
Aber der Chef aus Tokyo will dafuer Nina kennenlernen :), war auf jeden Fall eine Herrausforderung fuer sie mit nem 67-jaehrigen Keio-Uni-Absolventen unvorbereitet am Telefon zu sprechen... Hoeflichkeit war angesagt.
Abends gab es wieder superleckeres Essen, das pikant, wuerzig, laff und suess/sauer fuer ne Menge Spass sorgte.
Tag 21: Sonntag, 23.03.2003

Nachdem schlechten Wetter heute mal wieder ein Tag, der mit Sonne anfing.
Auf in den Kampf, da Sonntag an nem verlaengerten Wochenende, fuhren wir erstmal in ein anderes Internetcafe (diesselbe Kette wie in Shibuya), um Ninas Bilder von der Kamera zu brennen, ja ihr kriegt die Fotos auch bald zu sehen, klappte auch alles wie geschmiert, dank Dauiels Karte.
Weiter gings durch Gion hindurch zum Sanjusangendo-Tempel. Dort gab es 1001 Statuen der 1000-armigen Kannon in einer grossen Halle. Es sind nur 40 Arme, aber jeder rettet 25 Welten. Konnte man leider nicht fotografieren, muesst ihr also selber hin. Vorbei an zwei anderen Tempeln gings zurueck zum Bus.
Nach kurzen Stop beim Atomboy-Imbiss wollten wir eigentlich zum Fushimi Inari Schrein, aber nachdem wir zuerst zu weit gefahren sind, dann zu weit gelaufen und jede Menge "Bergdoerfer" gesehen hatten. Die Bambuswaelder sind auch immer wieder nett. Gaben wir schliesslich auf und schauten uns nur noch den Tofukuji an, der uns mehr oder weniger vor die Fuesse fiel. Mit einer schoenen Holzbruecke hoch ueber dem Garten und einem sehr netten Tempel, natuerlich mit riesigem Tor, diesmal war es das aelteste Japans (hier gibts nur Superlativen ;) ) und 24 Nebentempeln.
Zurueck kriegten wir das mit dem Fussweg immer noch nicht so ganz auf die Reihe und latschten mal wieder zu weit. Endlich im Bus kamen wir dank Parade auf der Kawaramachi ins voellige Verkehrschaos, so dass der Besuch im Kyotoer Burg Nijo ins Wasser fiel.
Also zurueck zum Internetcafe Blogs nachtragen, der Kerl wollte nicht das wir uns einen Platz teilen, hat aber nochmal ein Auge zugedrueckt. Ist ja auch albern mit derselben Karte aus- und wieder einzuchecken, was er wiederum akzeptiert haette!?
Auf dem Rueckweg gabs diesmal Koreanisch, d.h. Curryreis mit Gemuese, Fleisch?, Ei zum Selberumruehren in superheisser Schale. Scharf!
Mit Obst bewaffnet haben wir dann, ich hab natuerlich nochmal mitgegessen, nen gemuetlichen Abend mit den dreien, inklusive Unbreakable, verbracht.

Dancing in the Streets

Sonntag, März 23, 2003

Tag 20: Samstag, 22.03.2003

Ausgeschlafen, dennoch Schlaftrunken vom Hausalarm geweckt, der nicht abzustellen war. Ueppiges Fruehstueck, Nina wieder fitter.
Das Wetter war leider wie vorrausgesagt nicht so doll, doch trotz 80% Niederschlagswahrscheinlichkeit blieb es erstaunlich trocken.
Ein wenig betruebt vom Wetter und Kontozwischenstand gings dann wieder auf in Richtung Tempel. Heute war der Suedosten angesagt. Erste Anlaufstelle Kyoto International Community House, um Mails und die aktuelle Lage im Irak zu checken. Direkt gegenueber lag dann direkt die Nanzen-ji Tempelanlage mit Aquaedukt, Aussichtspunkt, nettem Garten incl. Wasserfall und mal wieder 4-5 Euro pro Sehenswuerdigkeit...
Zu Fuss gings dann weiter ( wir hatten heute ein Ticket fuer Busse und Bahnen, was wir prompt mal ueberhaupt nicht genutzt haben) am Zoo und Kunstmuseum vorbei zum Heian-jingu Shrine. Komplett in Orange stach er deutlich aus dem bisher gesehenem heraus.
Weiter Richtung Sueden kamen wir mehr oder weniger zufaellig von hinten an den Chion-in Tempel, wodurch wir das dortige Eintrittsgeld umgingen. Der Tempel war echt riesig und das unten an der Strasse stehende Tor sogar das groesste Japans.
Dahinter liegt der Maruyama Park, indem es recht furchtlose Katzen gab, die mutig Voegel, Enten und Hunde jagten und sich recht angriffslustig zeigten. Der Park fuehrte am Yasaka Schrein vorbei und muendete direkt in Gion, dem Geisha Viertel Kyotos. Dort gibt es jede Menge Restaurants und Teehaeuser, in denen man mal eben 3000 Euro fuer nen Abend mit 2 Geishas hinblaettern kann, wobei man wissen sollte, dass Geishas natuerlich keine Prostituierte sind, sondern vielmehr fuer Unterhaltung bei der Teezeremonie (Tanz, Shamisen-Spiel, Flirten) sorgen. Uns liefen dann auch zwei ueber den Weg und wir mussten feststellen, dass die Haare tatsaechlich eingewachst fast helmartig wirken. Die Geisha schlaeft deshalb in einer speziellen Kopfhalterung, um die Frisur nicht zu zerstoeren. Ob sie sich Abschminken haben wir nicht gefragt, allerdings ist die Hygienein Japan sowieso sehr seltsam z.B. tragen Maedels den ganzen Tag wasserfeste Unterwaesche, wenn sie schwimmen gehen, damit sie sie unter ihrem Badeanzug anlassen koennen damit sie niemand nackt in der Umkleide sieht. Mal ganz davon abgesehen, dass Duschzeug in den Schwimmbaedern verboten ist, da man ja darauf ausrutschen koennte.
Auf der Shijo-dori kauften wir dann noch ne Netzwerkkarte fuer Eva und Mario, damit mit dem Yahoo-Broadband-DSL auch alles klappt und bummelten noch ne Weile ueber die total ueberfuellten Gassen. Gefuttert wurde mal wieder bei Matsuya und spaeter gabs noch ein paar Bier mit Susanne in der African-Bar, die wir schon mit Markus angetestet hatten. Jute Nacht
Tag 19: Freitag, 21.03.2003

Die Nacht war super uebel, die Englaender im Hostel haben zu lange gefeiert, luden aber nicht grade zum mitfeiern ein, sahen eher wie der typische Telekollegtyp aus, und waren dann auch definitiv wieder zu frueh auf den Beinen. Aber egal es sollte auch die letzte sein, da Susanne uns zu Bekannten, ein deutsches Paar hier in Kyoto, eingeladen hat, was wir natuerlich sofort angenommen haben.
Also kleiner Umzug und dann auf zu den Tempeln. Das Wetter war eigentlich noch besser als gestern, so dass wir den Kamo flussaufwaerts zur Kitaoji-Dori liefen, um nach einigen Anlaeufen mit dem Bus weiter zu Fuss bis zum Daitokuji-Tempel, eine riesige Tempelanlage mit insgesamt 24 Nebentempeln im Nordwesten Kyotos, zu gehen.
Wider Erwarten waren die Zen-Tempel auch gar nicht von so vielen Touristen bevoelkert. Wir stiefelten somit ziemlich entspannt durch die grosse Anlage und sahen uns den Ryogen-in, den Zuiho-in und den Daisen-in Tempel von innen an. Alle recht aehnlich aufgebaut mit einem Hauptgebaeude in dessen Mitte sich die Raeume fuer die buddhistischen Zeremonien befinden plus mehrerer Nebengebaeude mit Glocke, Brunnen, und drumherum die Gaerten. Ausserdem hatten alle recht grosse Steingaerten.
Von dort aus gings erstmal in ein kleines japanisches Restaurant, in dem ich mal wieder absolut nichts auf der Speisekarte lesen konnte, ohne Bilder ist man echt aufgeschmissen, aber Nina bestellte uns zwei Portionen Tempura-don.
Die naechste Station war dann der "Goldene Tempel" Kinkaku-ji. Eigentlich super schoen, im Moment allerdings eingeruestet. Dafuer gabs am Eingang ne Postkarte zur Entschaedigung.
Der Ryoan-ji-Tempel war dann durch Abendlicht und super schoenem Garten das Highlight. Ich hoffe die Sakura-Kirschblueten geben sich Muehe und zeigen sich noch in der mir verbleibenden Zeit.
Zurueck bei Eva und Mario gabs leckeres Abendessen. Die beiden sind super nett und man fuehlt sich echt willkommen. Da Nina sich nicht allzu fit fuehlt liegen wir jetzt schon frueh im Bett und schlafen einfach mal aus.
Tag 18: Donnerstag, 20.03.2003

Mal wieder frueh aufstehen war heute angesagt. Daniel musste um 6 Uhr raus, um rechtzeitig am Flughafen zu sein. So schnell hat das auch ehrlich gesagt noch nie geklappt. Nach einiger Verwirrung, welche Bahn nun die beste ist und einigem Ringen mit dem Ticket-Schalter, der Typ wollte Daniel das Ticket fuer den doppelten Preis verkaufen, nach dem Motto der muss zum Flughafen also zahlt er auch, setzten wir Daniel dann in den richtigen Zug, vielleicht mit dem falschen Ticket, aber zumindest war er drin!
Zurueck auf Odaiba packten wir dann unsere Sachen und ich holte mal grad die letzten Blogs nach. Um 11.30 Uhr trafen wir uns dann mit Suse und duesten mit dem Shinkansen gen Sueden. Das Wetter war der absolute Hammer und so konnte man die stille, sowohl der Zug als auch die Japaner darin waren super leise, so richtig geniessen.
Desto weiter man in Richtung Kansai kommt desto netter wurde der Ausblick. Zwischen den Tunneln sah man nette Pagodendaecher, Reis- und Teefelder und jede Menge kleine Berge. In Kyoto angekommen, der Bahnhof koennte der groesse nach ehrlich gesagt genauso gut mitten in Tokyo stehen, so riesig ist er, nahmen wir den ersten Bus Richtung Uno House. Die quasi Jugendherberge war recht leicht zu finden und sie hatten sogar noch laenger als gedacht Platz fuer uns. Das Zimmer ist quadratisch, praktisch, gut, Einrichtung gibts nicht, die Decken sind ziemlich eklig, da schon 500 andere darin geschlafen hatten und das Waschen wohl erst morgen geschehen sollte, aber wir ja gottseidank unsere Schlafsaecke.
Die erste Erkundungstour fuehrte uns dann in endlos lange ueberdachte Einkaufsstrassen, voellig auf Tourismus eingestellt. Nina verabredete sich mit Markus, auch an der Bonner Uni, und wir trafen ihn an der Sanjobashi. Vom Hunger getrieben erkundeten wir die Strassen rund ums Kyotoer Nachtleben und fanden schliesslich einen Laden, der uns Rhamen mit Studentenrabatt machte. Das gesparte Geld wurde alsdann sofort in Kaltgetraenke investiert und die ein oder andere Bar wurde angetestet.

Tag 18: Donnerstag, 20.03.2003

Heute war mein Abreisetag, Nina und Timo erklaerten sich solidarisch, und standen mit mir frueh auf, um mich zum Bahnhof zu bringen... nachdem es noch etwas Stress mit dem rechtzeitig-das-richtige-Ticket-fuer-die-richtige-Bahn kriegen gab, kam ich dann natuerlich doch rechtzeitig am Flughafen an. Der Rueckflug war entspannt, soweit das auf minimalem Raum geht. In Amsterdam fiel meine Maschine nach Ddorf aus, wurde aber umgehend ersetzt. In Ddorf kam mich dann mein Baby (mit der Ruhrpott-ueblichen Stau-Verspaetung) abholen... Wiedersehensfreude ungebremst. Happy end.

Gewoehne mich gerade wieder an Koelle...
Dank an die gesamte Derstappens, und Nina und Timo noch viel Spass auf dem Rest der Japan-Tour!
Tag 17: Mittwoch, 19.03.2003

Heute stand eigentlich Nikko auf dem Programm, da wir aber kaum ne Nacht in letzter Zeit ausgeschlafen hatten, haben wir den Wecker ausgestellt und uns nochmal rumgedreht. Was uns dann spaeter in Shinjuku allerdings zum Verhaengnis wurde, da wir um 16.15 Uhr ankamen und der geplante Gang in den Koen ausfiel, weil dieser bereits um 16 Uhr geschlossen hatte (Dafuer sprangen wir grad mal kurz in New York vorbei). Also machten wir noch einen Streifzug durch Shinjuku und knipsten alles, was uns in den Weg kam (naja mit mehr oder weniger Erfolg am Abzug). LV-Hunting 1 2 3 4 5.
Nina besorgte in der Zeit die Fahrkarten fuer morgen. Das Hotel ist auch schon gebucht, so dass es morgen mit Studentenermaessigung mit dem Shinkansen in 3 Stunden bis nach Kyoto. War alles etwas komplizierter als gedacht, da die Japaner ein langes Wochenende haben und so ziemlich alles ausgebucht ist. Mal sehen wie es dort mit dem bloggen aussieht.
Am Abend gabs dann Abschiedssushi und ne Flasche Wein, da der Daniel uns morgen schon verlaesst... :(
Tag 16: Dienstag, 18.03.2003

Heute standen wir sehr frueh auf, um uns mit Yun bei ihr zuhause zu treffen. Nach circa zwei Stunden Weg - aber immer noch in Tokio - sassen wir dann bei Ihr und fruehstueckten. Yun hatte uebrigens nicht nur "FC St. Pauli"-Logos, sondern auch "Atomkraft - Nein Danke"-Aufkleber in ihrem Zimmer haengen! Etwas spaeter traf noch ein Freund von Ihr ein, der sehr nett war, aber kaum ein Wort Englisch verstand.
Wir fuhren los - zu meiner Freude mit dem Wagen: das erste Mal auf Tokyoter Linksverkehr-Strassen unterwegs! (Video comes soon) Mit einigen Zwischenstopps, ua an zwei Supermaerkten und an der groessten Achterbahn Japans, fuhren wir ein gutes Stueck aus der Stadt heraus, und sahen zum ersten Mal japanisches, gruenes Hinterland. Wir waren bestens eingedeckt, um an einem Bergssee (fast schon am Fujiama) ein Grill-Picknick einzulegen. Timo und ich konnten mit ausgepraegten "korrektes Lagerfeuer-Bau-Faehigkeiten" beeindrucken, waehrend uns die Maedels die Vorzuege von Suesskartoffeln (sehr lecker) vorfuehrten. Zu unser aller Verblueffung fing es dann am Nachmittag tatsaechlich an zu schneien, was unserer guten Laune keinen Abbruch tat. Nach dieser echt lustigen Grill-Einlage fuhren wir dann zum Wieder-Aufwaermen zu den Onzen-Baedern. Wir entschieden uns fuer eine Open-Air-Variante. Ein Onzen ist ein japanisches heisses Bad, dass etwa diesselbe Bedeutung hat, wie eine Sauna bei uns - nur dass man sich nicht in der Luft aufheizt, und sich dann im Wasser abkuehlt, sondern umgekehrt. Alles war sehr edel gestaltet, und die Baeder waren sehr heiss. Ein aeusserst angenehmes Erlebnis. Das ganze ist uebrigens wie in Deutschland FKK - allerdings sind Frauen und Maenner getrennt.
Gut ausgeschwitzt fuhren wir in die Stadt zurueck, assen noch mit Yun zu abend, von der ich mich dann verabschiedete... und fuhren entspannt und muede zurueck nach Odaiba, um unser wartendes Bett aufzusuchen!

PS: Im Moment kann ich noch keine Bilder und Videos hochstellen, kommen aber!

Donnerstag, März 20, 2003

Tag 15: Montag, 17.03.2002

Entgegen unserem Wochenend-Rhythmus mussten wir heute mal frueh raus, da Nina Kontrollvisite in ihrem Zimmer hatte und die Finale-Putzaktion noch durchgefuehrt. werden musste. Also verkruemmelten Daniel und ich uns schon um halb 8 und fuhren erstmal zu McDonals fruehstuecken. Da der Supermarkt erst um 10 Uhr aufmacht verlegten wir also unseren Amerika-Boykott um einen Tag nach hinten.
Von dort aus gings erstmal in den Toystore, um Souvenirs zu kaufen und dann weiter bis nach Shibuya zur Citibank und zum Hyaku-Yen-Shop (alles kostet ca. 1 Euro).
Die restliche Zeit bis zum Treffen mit Susanne und Nina versuchten wir dem Geheimnis der Shibuya-Girls auf die Spur zu kommen. Erstmal gibts dort die Einkaufsstrasse auf der die Jungs an der Seite stehen und die Maedels, die in der Mitte gehen, nach ihren Nummern anquatschen. Nach Moeglichkeit sind die auf jeden Fall alle uebelst getoastet. Um den absoluten Tussen-Terror auf 5 Etagen zu erleben geht man am besten in die 109. Wir freundeten uns spontan mit diesen beiden Bratlingen an. Aus dem Filmen wurde leider nicht so viel, da wir von diesem Aufseher gestoppt wurden (Video ca. 3 MB). Typisches Zeichen gekreuzte Haende. Japaner sind grundsaetzlich beim Anblick eines Gaijins sprachtechnisch total hilflos. Nina sagt sie kriegen noch nicht mal mehr ein Wort auf japanisch heraus, wenn man sie anspricht.
Mit Suse und Nina fuhren wir dann mit Sushi und Bier ausgeruestet von Shinjuku nach Nakai zu Yasuhiro. Nach dem Essen gabs, Daniel machte grosse Augen, Gummibaerchen, Soundtrack zu Robbi, Tobi und das Fliwatueuet und spaeter dann 'Himmel ueber Berlin' von Wim Wenders.

Video: Tierwelt Teil 2

Mittwoch, März 19, 2003

Tag 14: Sonntag, 16.03.2002

Liebes Tour-Tagebuch:
Heute war ich mit Timo allein unterwegs:
Auf dem Weg zum Tokyo Tower liefen wir eher zufaellig an einem sehr schoenen Schrein vorbei. Man durfte diesmal auch innen fotografieren. Auch hier waren viele von den Abtreibungsstatuen vorhanden - leider alle geschmueckt. Die Quote von Abtreibung im Verhaeltnis zu Geburten liegt in Japan bei 3:1(Deutschland 1:3). Die Pille war bis 1999(?!) verboten, und ist noch immer sehr unpopulaer.
Am Tokyo Tower, der uebrigens mit genau 333m Hoehe mit dem Eiffelturm fast mithalten kann, lies uns leider das Wetter im Stich (Regen). Was uns aber die Laune durchaus nicht verdarb.
Gegen abend trafen wir uns in Shibuya mit Nina, Susanne und noch ca. 15 weiteren "Bonnern" (dh Bonner Studenten, die ein Jahr in Tokyo machen, oder Tokyoter Studenten, die ein Jahr in Bonn hinter sich haben). Wir waren sehr lecker essen. Allerdings war das Preis-Leistungsverhaeltnis fuer deutsche Massstaebe wieder recht krass: die Portionen sind immer eher auf kleine japanische Maegen ausgelegt, und die 10 Mark pro 0.2er Glas birru machen sich dann doch auf Dauer bemerkbar. Ui.
Danach fuhren wir mit Nina nach hause, zum fruehen schlafen wg. Besichtigung am naechsten morgen...

Tag 13: Samstag, 15.03.2002

Erstmal super lang gepennt...
Der Abend war dann eigentlich eher locker geplant, d.h. wir wollten was Essen gehen und sonst war nichts mehr geplant. Doch dann gab Jun Bescheid, dass es heute direkt weiter gefeiert wird und zwar diesmal in einem Club in Ueno.
Also fuhren wir so gegen 8 in die Stadt und suchten uns erstmal in Shimbashi ein Restaurant in dem es Udon gibt. Das ist eine japanische Nudelsuppe, die es in reichlich vielen Variationen gibt, d.h. mit diversen Fleisch und Tofusorten bzw. mit Tempura. Gesaetigt und gestaerkt gings dann nach Ueno, wo wir Jun und, nachdem Jun noch Rhamen gefuttert hat, das ist ne andere japanische Nudelsuppe :), 5 Freundinnen von ihr und einen Israeli trafen. Der Laden hiess 'the church' und war auch dementsprechend aufgemacht. Eintritt war fuer Tokyo-Verhaeltnisse guenstig mit 20 Euro plus Freigetraenk und auch schon ganz gut gefuellt.
Uns wurde alles zwischen Elektronik, Soul, Reggae, Performance, Massage, 2 Live Bands, jede Menge Drums geboten. Die Leute waren alle super gut gelaunt. Als Gaijins kannten wir bis um 8 Uhr morgens dann auch knapp die Haelfte der Leute ...
Die letzten beiden Stunden rockten dann auch richtig, da nicht mehr ganz so viele Leute da waren, die sich aber so richtig locker machten und der Technosound sich bassmaessig um ein vielfaches verbesserte. Doch irgendwann war dann doch die Luft raus...
Ach ja, hier nochmal der Groessenunterschied.

Samstag, März 15, 2003

Tag 12: Freitag, 14.03.2002

Heute waren wir in Ueno, speziell dem Uneo Koen (Park), wo sich die groesste Anzahl an Galerien und Museen ganz Japans befindet. Im Park erfreuen crazy Gaijins die Japaner mit Kunststuecken: "Ooooooooooouuuuuuuuh!" sagen diese dann! ;)
Wir statteten dem Tokyo National Musuem einen Besuch ab, um einen weiteren kleiner Einblick in die japanische Kunst und Geschichte zu bekommen. Das National Museum beherbergt die groesste historische Sammlung japanischer Kunst ueberhaupt, und das zu einem fuer japanische Verhaeltnisse aeusserst guenstigen Preis. Leider lief uns etwas die Zeit davon...
Danach fuhren wir nach Shibuya und trafen uns mit Freunden von Nina zum Essen. Timo und mir gefiel das Selbst-Zubereiten durchaus!
Gegen Mitternacht traffen wir uns dann noch mit Jun und ihren Jungs, und verbrachten die Nacht in einer Bar, die von Juns Freunden betrieben wird. Da man mir gerne meinen Wunsch nach Caiprinha erfuellen wollte, gab Timo dem Barkeeper noch einen Crash-Kurs im Caipi-Mixen. Vermutlich war die Limette mit Abstand das teuerste an dem Drink. Die Musik war sehr entspannt elektronisch, und die Japaner spielten uns sogar Kraut-(Achtziger-)Elektro vor, den weder Timo noch ich kannten. Sehr relaxt alles. Gegen morgen ueberfiel Nina dann noch der Guten-Morgen-Hunger, und wir gingen noch kurz zu Matsuya (dem japanischen Reisgericht-McDonalds)... standardmaessig -genau wie die Konbinis (Mini-Supermaerkte)- 24/7 geoeffnet.
Um sieben waren wir dann schliesslich heil zu hause - ohne Einschlafen in der Bahn oder andere Ereignisse!

Spruch des Tages von der Massiven Eule

Freitag, März 14, 2003

Tag 11: Donnerstag, 13.03.2003

Um uns mal eine geballte Ladung japanischer Kultur zu geben, machten wir heute einen Tagesausflug nach Kamakura, eine alte Hauptstadt ganz in der Naehe Tokyos. Frueh aufgestanden fuhren wir mit der Bahn bis Kita-Kamakura, von wo aus man alle Sehenswuerdigkeiten bequem zu Fuss erreichen kann.
Angefangen mit dem Engaku-ji Zen-Tempel (1282), der an die Mongolenkriege erinnern soll, weiter zum Tokei-ji, der den Frauen als Zufluchtsort diente, da sie dort drei Jahre lang als Nonnen dienen mussten bevor ihre Scheidung anerkannt wurde. Am Jochi-ji liefen wir dann mehr oder weniger vorbei, um in den Wald zu kommen, der uns querfeldein zum grossen Buddha fuehren sollte. Immer umkreist von Greifvoegeln, vor denen Nina eine Menge Respekt hat, da sie mit ein paar Freunden schonmal von den Voegeln angegriffen wurde.
Angekommen am Daibutsu (1252), der eigentlich mal in einer Halle stand, die aber von einer Flutwelle vernichtet wurde, war gerade Schulausflug angesagt und damit das Gekreische gross, allerdings fand man hinter dem Buddha noch ein ruhiges Plaetzchen fuer eine Rast mit suessen kleinen Besuchern. Sehr witzig fanden wir auf jeden Fall auch die Flip-Flops vom Buddha.
Der schoenste Tempel kam dann zum Schluss, der Hase-dera oder Hase-Kannon Tempel. Der Tempel ist Kannon der Goettin der Barmherzigkeit gewidmet, eine der am meisten verehrten Gottheiten im japanischen Buddhismus. Ausserdem gibt es viele Statuen von Jizo, dem Schutzpatron der Reisenden und der Seelen verstorbener Kinder. Wobei Frauen die ein Kind durch Abtreibung oder Fehlgeburt verloren haben, die Statuen warm anziehen.
Der Rest des Tages war dann chillout...

neues "Daniel - Emperor of the free world"-Bild

Video 1: Der grosse Buddha
Video 2: Lokale Tierwelt really crazy

Donnerstag, März 13, 2003

Tag 10: Mittwoch, 12.03.2003

Heute war Nina mit einer japanischen Freundin im Kino, und hat sich Heaven angesehen, der hier gerade angelaufen ist. Timo und ich sind von Shimbashi aus losgelaufen, haben nur die Daniel-typisch "Daniel - Emperor of the free world"-Bilder gemacht... ;) und waren dann im Shimbashi Koen, dem bisher schoensten Park.
Der Shimbashi Koen liegt auf Hohe von Odaiba, Ninas Insel, direkt am Meer (dh. Pazifik). Was mich immer wieder fasziniert sind die japanischen Gaerten vor der Skyscraper-Skyline. Das wirkt uebrigens nicht nur auf den Fotos irreal. Timo hatte genuegend Gelegenheit, sein neues Objektiv einzusetzen, waehrend ich mal die DigiCam-Vorteile nutzte, und das Kraechzen der Isengard-Kraehen (sind gut doppelt so gross wie europaeische) fuer meine Katze als Souvenir auf Band aufnahm. Japan-typisch wurde man ganz dezent mit einer anschwellenden Monumental-Romantik-Klassik-Melodie auf das Schliessen des Parks aufmerksam gemacht.
Nachdem wir uns noch kurz in ein japanisches Spielzeuggeschaeft verirrten (alles blinkt, spricht, faehrt und macht einen Hoellenlaerm, sehr spassig) trafen wir uns mit Nina und Daisuke. Wir waren im Uni-nahen Stadtteil Takadanobaba (kurz Baba - zum Glueck) erst lecker indisch essen und dann in den Pub, in dem die anderen schon am Vorabend waren. Dort war die Stimmung aufgrund der andauernden Schulabschlussfeier schon etwas ausgelassener...!

Video 1 : Das Wunder der Kartenleser
Video 2 : Park Rundumblick

Mittwoch, März 12, 2003

Tag 9: Dienstag, 11.03.2003

Da wir es gestern nicht so ganz hinbekommen haben, sind wir heute erstmal in den Garten des Kaisers gefahren. Die weitlaeufige Gruenflaeche mitten im Herzen von Tokyo war dann aber nicht ganz so aufregend wie erwartet. Vielleicht lag das aber auch nur an dem unentwegt starken, kalten Wind, der unsere Erkaeltungen noch ein wenig anheitzen wollte. Das Schlimmste daran ist es, dass die Japaner es nicht gerne sehen bzw. hoeren, wenn man sich die Nase putzt, so zieht man unentwegt hoch (meist nicht ganz so lautstark wie die Japaner selber) und das sorgt Nebenhoehlen-technisch recht schnell fuer Kopfschmerzen.
Nachdem es mir gestern eher weniger gut ging, war heute Daniel ziemlich neben der Kappe. So machten wir uns ziemlich schnell wieder auf nach Takadanobaba, wo wir auch schon am ersten Abend waren, um uns mit Nina, Susanne und Daisuke, einem japanischen Freund von Nina, der am 19. nach Deutschland geht, zu treffen. Nach kurzer Ueberlegung entschieden wir uns auch fuer das gleiche Izakaya (japanisches Restaurant). Das Essen war mal wieder super lecker, jedoch kriegte Daniel kaum einen Bissen runter und auch das Bier wollte nicht so richtig. Deshalb machte er sich dann auch auf den Heimweg um mal ein paar Muetzen Schlaf zu tanken. Wir, das heisst nur noch Nina, Susanne und ich gingen noch in ein English-Pub.
Dort trafen wir dann Greg und Chika, die heute ihren Abschluss an der Kunsthochschule bestanden hatte und zusammen mit ihrem Jahrgang das eine oder andere alkoholische Getraenk zu sich nahm. Wenn Japaner Alkohol trinken loest sich ziemlich schnell die erste Scheu und die Lautstaerke steigt rapide. Mir als Gaijin (Alien - so werden hier die Auslaender bezeichnet) haben sie versucht moeglichst lockere japanische Sprueche beizubringen. Mal sehen ob ich die Zungenbrecher nochmal irgendwo anbringen kann...
Ach ja, noch ein Renner war die iPod-Handtasche dir wir auf einem Zwischenstop in Shinjuku entdeckten!

Dienstag, März 11, 2003

Tag 8: Montag, 10.03.2003

Liebes Tagebuch,
heute haben wir es leider verpeilt, wir wollten in den Kaiserpalast, aber der Kaiser hat montags Ruhetag... so blieben uns nur die immer geoeffneten Aussenbereiche, um das gute Wetter zu nutzen.
Zuvor waren wir in Ginza, weil wir uns doch mal die Architektur des gigantisch grossen Tokyo International Forums ansehen wollten. Wir traffen uns mit Nina, sie ging mit uns zum nahegelegene Hibiya-Park, der allerdings von der Groesse nur ein knappes Volksgarten-Niveau hat, im Gegensatz zum Kaiserpark, der groesser als die gesamte koelner Innenstadt ist. Von David hab ich die Information, dass -den Quadratmeterpreis der Umgebung zugrundegelegt- der Kaiserpark ungefaehr denselben Grundstueckswert wie der Staat Kalifornien hat. Besser man hat sowas in der Hinterhand fuer schlechte Zeiten, wuerde ich sagen. ;P
Timo und seinen Blasen an den Fuessen duerfte es recht sein, dass wir daher einen Einkaufstag in Shibuya eingelegt haben. Ich lies mich in den lokalen Plattenlaeden abliefern, waehrend sich Timo auf die Suche nach Fotoausruestung machte. Wir wurden leider beide nicht besonders fuendig. Was die Platten angeht, kann ich nur sagen: es ist eh alles aus Koeln oder Berlin was rockt... :)
Ueberhaupt geniessen die Deutschen einen guten Ruf, die Hippster tragen Parker mit deutscher Flagge und der japanische Freundeskreis von Nina beglueckwunscht uns zu Schroeder (wg. Irak)... *
"Leider" wurden wir dann aber sehr gut Klamotten- und Essensfuendig, was unsere frisch aufgestockten Reserven dann direkt wieder reduzierte.
Viele Raetsel liesen sich aber auch heute nicht aufklaeren: z.B. wie schaffen es die Automaten in den U-Bahnen (Schwarzfahren UNMOEGLICH), die Karte zu drehen zu lesen, zu schreiben, zu lochen, und in Nullzeit in 1,5m Entfernung wieder auszuspucken? (wir vermuten ein Mischung aus schwarzer Magie und Tunnel-Effekt) - und, was mag in den obskuren Flaschen in den Kuehlschraenken sein? Tokyo Murder Mystery.

*apropros Japan-Deutschland: das komplette Japan-Facho-WW2-Korea-Thema wird hier uebrigens nicht, bzw. wenn dann, nicht besonders selbstkritisch behandelt (Museum/Schule), was etwas irritierend ist, wenn man die deutschen Verhaeltnisse gewohnt ist.

PS: das Netzwerk des Studentenheims hatte Probleme, auf internationale Seiten zuzugreifen, daher kommen die letzen drei Tage nun auf einen Schlag! (s.u.)

Tag 7: Sonntag, 09.03.2003

In Tokyo so richtige Freaks zu sehen ist eigentlich kein Problem, will man sie jedoch komprimiert auf einen Haufen sehen, geht man Sonntags nach Harajuku. Frueher gabs dort immer so was wie ne Parade, die wurde allerdings irgendwann verboten. Aber deshalb trifft man sich halt immer noch auf der Bruecke und schminkt und verkleidet sich, baut komplette Musikanlagen auf und stellt sich zur Schau. Lieblingskostum war im Moment Marylin Manson, wobei der originalgetreuste alleine mit nem Bass in der Ecke sass!?
Nachdem wir Nina in ein Schulmaedchenkostuem gesteckt hatten, haben wir uns mit Jun getroffen und sind von dort aus erstmal in den Yoyogi-Park gelaufen, in dessen Mitte ein Meiji-Schrein steht. Die Schreine sind Teil der Shinto-Religion. Die Japanern sind keine Monotheisten, sie nehmen gerne Teile von allen Religionen an, so dass hier Shintoismus, Buddhismus und Christentum friedlich nebeneinander existieren. Es ist also keine Seltenheit, dass ein Hochzeit ne Woche spaeter auch noch in weiss in einer Kirche gefeiert wird.
Neben dem Park gab es einen grossen Trodelmarkt auf dem man zumeist westliche T-Shirts zu ziemlich guenstigen Preisen erstehen konnte. Eigentlich haben auch alle ausser mir was gefunden...
Von Jun durch die Stadt gefuehrt, d.h. von Harajuku nach Omote-sando, besuchten wir noch zwei Ausstellungen. Die erste war sehr cool, ein Freund von ihr macht, so wie er es nannte Space-Pottery. Traditionelle Toepferei kombiniert mit, was ehrlich gesagt viel zu Goa-maessig rueberkam, Energie, die er eigentlich nur als Medium aufnimmt und in seinen Objekten verarbeitet. Er zeigte uns dann noch eine Sven Vaeth CD, die ihn unheimlich beeinflusst hat, ohne zu wissen dass er aus Deutschland kommt. Naja, jedenfalls haben wir sein Bild vom typischen Deutschen ziemlich verrueckt.
Zurueck in Harajuku sind wir dann noch an jede Menge (Karnevals-)Klamotten-Laeden vorbeigelaufen, wobei wir eine etwas uncoolere Verkleidung entdeckten.
Den Abend haben wir dann das erste Mal wirklich bei Japanern verbracht. Eine 4er WG, im Schnitt etwas aelter als wir, die alle supernett waren, mit Englisch ein wenig ueberfordert und eher so die lockere, musikbegeisterte Fraktion abgaben. Daniel war sichtlich angetan, dass als erstes eine CD von Thomas Brinkmann im Player landete und sie sich muehelos in der deutschen Minimalszene zurechtfanden. Richtig nett ist, dass man mit allen zusammen um einen Tisch auf dem Boden sitzt und in der Mitte unter dem Tisch ne fette Heizung ist. So haben alle warme Fuesse ...

Tag 6: Samstag, 08.03.2003

Heute war ein sensationeller Tag in Future-City Neon-Tokyo. Die Sonne schien, die Temperatur und die Stimmung stiegen entsprechend. Timo und ich waren wieder im Zentrum Shinjuku, diesmal nicht nur an, sonder auch auf den Skyscrapern. Timo (Mr. Vertigo) ueberwand seinen inneren Schweinehund, und fuhr mit mir auf 210m Hoehe hinauf. Mit der naechsten Aufzugladung kam auch seine Gesichtsfarbe nach! ;) Der Ausblick war ueberwaeltigend... Blick stadteinwaerts und "stadtauswaerts".

34 Millionen Menschen leben hier, in der groessten Stadt der Welt, die Ausmasse sind gigantisch - aber dennoch ist Tokyo nicht wesentlich groesser als zB Auckland (2 Millionen Einwohner), dh alles ist hier extrem komprimiert: die Geschaefte liegen im Zentrum ueblicherweise auf 6-8 Stockwerken uebereinander. Die flaechendeckende Neonreklame schafft eine Atmosphaere, die man wohl am ehesten irgendwo zwischen Futurama und Blade Runner einsortieren kann. Futuristisch bis irreal, sehr beeindruckend. In den omnipraesenten Spielsalons ist allerdings das permanente Sound- und Trommelfeuer echt hart an der Schmerzgrenze.

Samstag, März 08, 2003


Tag 5: Freitag, 07.03.2003

Heute waren wir das erste mal alleine in Tokyo unterwegs. Da Nina erstmal ein wenig Ruhe haben wollte und sich nicht direkt wieder in die Massen stuerzen wollte, bzw. mal ihre Emails lesen wollte (wer blockiert eigentlich staendig den Rechner?), sind Daniel und ich auf eigene Faust los nach Shinjuku.

Dort pulsiert ebenso das moderne Tokyo wie in Shibuya und es gibt Verwaltungsgebaeude auf der einen und Malls, Bars und verwinkelte Gassen auf der anderen Seite eines riesigen Bahnhofs. Verwirrt irrten wir durch den Bahnhof und merkten gar nicht, wo dieser aufhoerte, da einfach alles eine Riesenmall zu sein schien. Mit Laufbaender koennen die Angestellten viel schneller ihr Arbeitsziel erreichen und so waren wir dann auch relativ schnell mitten im Wolkenkratzerpark. Allerdings setzte uns das Wetter so uebel zu, dass wir uns nach einem kurzen Besuch bei McDonaldo (so lautet es tatsaechlich in japanischer Silbenschrift) und einem kurzen Eindruck von Shinjuku, mir kam es so vor als waere ich in 'Blade Runner' gelandet, auf zum Edo-Nationalmuseum machten und uns dort mit Nina trafen. Wettermaessig sind die Tokyoter auf jeden Fall richtig cool ausgeruestet. Es gibt sogar Regenschirmschliessanlagen.

Die Ausstellungsflaeche war riesig und eigentlich wurde die gesamte Geschichte Tokyos aufgerollt. Edo ist der alte Name Tokyos und meint zeitlich gesehen meist spaetes 16. bis Mitte 19. Jahrhundert. In dieser Zeit hat sich Japan voellig isoliert. Grosse Schiffe waren verboten und jeder Auslaender, der die Insel betrat wurde gekoepft. Aber das Museum beschraenkte sich wie gesagt gar nicht nur auf diese Zeit sondern gab uns einen Rundumblick auf Tokyo. Insgesamt auf jeden Fall ein lohnenswerter Besuch vor allen Dingen mit Nina als Tourguide.

Voellig ausgepowert suchten wir uns noch schnell eins von den japanischen FastFood-Ketten-Restaurants auf, um einigermassen sicher auf den mueden Beinen nach Hause zu kommen. Im Wohnheim war dann noch ne Party, die auch mal wieder ziemlich spaet wurde. Bunt gemischt aus Japan, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Kanada, Australien, Russland und Frankreich feierten wir so laut in einem Zimmer im Nachbarhaus, dass uns die Wohnheim-Polizei rausschmiss bzw. dann doch in einen Partyraum verlegte. Dort darf sonst eigentlich nur bis 23 gefeiert werden. Dementsprechend verkatert fuehle ich mich dann heute auch...

Dafuer haben wir endlich schoenes Wetter. Vor mir liegt direkt der Fuji und die anderen beiden pennen mal wieder endlos...

Freitag, März 07, 2003


Tag 4: Donnerstag, 06.03.2003

Nachdem es hier im Tokyo International Exchange Center gestern doch noch etwas internationaler respektive spaeter wurde, sind wir heute erst gegen 2h in die Stadt gefahren... Hab mir im Supermarkt Sushi gekauft und vertilgt - Begeisterung ungebrochen. Dann waren wir (wie immer Timo, Nina und ich) im Duesseldorf Tokyos, dem Viertel Ginza. Dort sind alle Designerlaeden, die grossen (edlen) Kaufhaeuser und zugehoerigen Tussies zu finden - ausserdem das Sony Building.

Wir sind dann nach Shibuya (>>Video-Clip - AVI, 3MB) gefahren, um uns mit Ninas Freundin Jun zu treffen. Auch wenn hier generell alles etwas teurer ist, so hat uns doch die Honigmelone fuer umgerechnet 150 Euro etwas geschockt. Ich werde mein Studium abbrechen, und Melonenfarmer werden. Haben dann noch Kitschbilder im Instantfotoladen gemacht, entschieden uns fuer Hello-Kitty-Style fuer mein Baby. Schliesslich waren wir essen, sehr edel, aber bezahlbar, guter Tipp.Timo schloss mit dem Kellner Freundschaft. Aber haette ich gewusst, dass Mc Donalds SO lange aufgewesen waere... ;)

Das Wetter wurde gegen abend schlechter (3 Grad, Regen), was meinen Vorschlag, morgen evtl. in Museum zu gehen stuezt. Timo wird Euch berichten...

Herzlichen Glueckwunsch, Andi!!

Mittwoch, März 05, 2003


Tag 3: Mittwoch, 05.03.2003

Jetlag pur, diese Nacht dann mal wieder das genaue Gegenteil: Kaum ein Auge zugemacht....
Aber egal, deshalb sind wir frueh raus, um uns mal so richtig ins Getuemmel zu stuerzen. Route war Shimbashi, Akihabara, Asakusa, Shibuya...
Also zuerst mit der Monorail runter von der Insel, wobei unterwegs Ninas Handy anfing rumzuzicken und das ist schliesslich lebensnotwendig vor allen Dingen, wenn man sich verabredet hat. Die Handykultur ist hier auch so wie man sich das vorstellt, die Leute lesen, schlafen oder smsen in der Bahn, smsen zu Fuss und knipsen Bilder mit dem Handy (also hier sind die knipsenden Japaner, tatsaechlich nur noch mit dem Handy unterwegs), meist haben die Leute, die telefonieren, auch noch eins in der Hand mit dem sie gleichzeitig smsen. Ausserdem hoert man staendig irgendwelche Windows-Begruessungs-Sounds, Gameboy-C64-Melodien.
In Shimbashi angekommen sind wir erstmal zur Bank, damit zumindest Daniel schon einmal ein paar Yen hat. Wir haben bis dahin immer noch auf Ninas Kosten gelebt... Dort arbeiten jede Menge Leute, ungefaehr 30 in einem Buero, und sitzen quasi auf dem Schoss des anderen. Mit Geld ausgeruestet auf in den Supermarkt Sushi kaufen, um dann inmitten von Wahlkampf-Reden der Konservativen und traditionellen, japanischen Songs auf der einen Seite, bzw. Leinwand und Leuchtreklame auf der anderen Seite zu futtern.
Weiter nach Akihabara erstmal rein in den Elektronik Ausverkauf. Auf Wuehltischen gab es haufenweise Handys, PDAs, Notebooks, MD-Player und ziemlich viel Kitsch und Schrott. Nachdem Daniel endlich ein Ladegeraet aufgetrieben hatte und ich meine Fotofilme haben wir uns auch schon wieder aufgemacht.
Angekommen in Asakusa brauchten wir erstmal ne Verschnaufpause bei Starbucks... Vor dem Donnertor haben wir uns dann mit Susanne, ihrer Schwester, Judith und Junko getroffen (hier waren dann die Kommunisten am Start). Nach einem kleinen Touristentrip bis zum Tempel, bei dem man nicht weiss, ob das, was man anbetet, sich ueberhaupt noch in der Mitte befindet, da nur ein paar Moenche hineinduerfen, sind wir dann erstmal was Essen gegangen.
Die letzte Etappe war dann auch nicht mehr so easy, in Shibuya ist immer die Hoelle los.... Nina hat versucht uns zu fotografieren: 1 2

Also nur noch auf zum Supermarkt, um das Fruehstueck fuer den naechsten Tag zu kaufen.

Tag 2: Dienstag, 04.03.2003

Wir haben ca. 15 Stunden geschlafen (Timos Schwester Nina hatte auch die Nacht durchgemacht), waren daher spaet auf und daher nur auf Ninas Insel Odaiba unterwegs, haben den Kitsch-Fernsehsender vor ihrem Fenster (dort haben wir ein paar nette Maedels kennengelernt) und das Kitsch-Italien-Style-Einkaufszentrum dahinter besichtigt (dort heiraten die Japaner uebrigens ganz gerne...ahem). Eben waren wir (fuer umgerechnet 18 euro pro Person) im Kino (LOTR2), essen und planen gerade die naechsten Tage...
Hier meine Toplist der schraegsten Sachen:

1. die bereits beschriebenen Atemmasken...
2. beim pinkeln ist es ueblich die Spuelung laufen zu lassen, damit man die "unangenehmen Geraeusche" nicht hoert - aus Umweltschutzgruenden gibt es mittlerweile extra Soundknoepfe dafuer auf den Toiletten!
3. Frauen laufen immer im Entengang (wg. falschem Sitzen und schlechten Sohlen in der Kindheit) und tragen diese schlimmen LV-Handtaschen!
4. Japaner sind dermassen konfliktscheu, dass man auch unter den besten Freunden keine ehrliche Meinung erwarten kann (sondern nur Bestaetigung - wurde mir glaubwuerdig versichert)
5. _alle_ sind _immer_ nett.

Morgen mehr...

Montag, März 03, 2003


Tag 1: Montag, 03.03.2003

Okay erster Tag rum, total uebermuedet aus der Stadt zurueck. Waren kurz an der Uni und haben Cafe au lait fuer 5 Euro getestet (wohl gemerkt an der Uni!). Danach war japanischer Fast Food angesagt "Tenja" (so heißt die Kette): Miso-Suppe und Tenpura waren gut, aber sicherlich ausbaufaehig (Daniel freut sich schon auf Sushi).
Das Wetter hat sich absolut Koeln maessig gegeben, also bewoelkt mit Regen, wodurch auch sehr haeufig die uns schon von den Medub Lernsessions bekannten Mundschutz-Traeger auf der Strasse zu sehen sind. Angeblich schuetzt das vor Pollen und bei Erkaeltung andere vor Ansteckung, aber die Rate liegt tatsaechlich bei 5% und das ist in Tokyo nicht grade wenig, da die Strassen ueberall recht gut gefuellt sind. Total irre! Die Entfernungen hier sind echt krass, man faehrt nicht selten mal eben 2 Stunden Bahn bis man irgendwo ankommt und dann sind die Bahnen auch noch scheisse-teuer. Vor allen Dingen, da es keinen einheitlichen Vekehrsbetrieb gibt sondern viele verschiedene Tarife und Bahnen und man dadurch kein Tagesticket kaufen kann.
Belohnung ist dann aber die Skyline bei Nacht, vor allen Dingen Ninas Aussicht aus dem Fenster auf den Hafen.

Hier ein paar Bilder: 1 2
So, finally, wir sind da! Nachdem wir fast mit falscher Bordkarte in Duesseldorf geblieben waeren, haben wir es dann doch noch geschafft! (Timo hatte sie nur in die falsche Tasche gepackt) Im Flugzeug hatte man bequeme 30qcm Platz ;) Tokyo ist super-strange, sind gerade kurz bei Nina, fahren jetzt aber direkt wieder in die Stadt, uns dass mal genauer ansehen... stand by.

Samstag, März 01, 2003

mit ec-Karte Geld abheben: http://www.citibank.co.jp/en/shpatm/index.html
Ich bin sehr gespannt! Morgen gehts los! :)

Freitag, Februar 28, 2003

genau, nihon wartet schon! nur mein zimmer muss noch ein wenig aufgeraeumt werden...
o tanoshimi ni! ich freu mich!

Donnerstag, Februar 27, 2003

okay, noch sind wir in koeln, die letzten vorbereitungen laufen. sonntag geht's endlich los!!
JAPAN wartet.

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